"Wir sind der Meinung, dass das Bad im Rahmen des Bestandsschutzes weiter
betrieben werden kann", so die Aussage der Bürgermeisterin Elisabeth
Herzog-von der Heide am 08. März 2011 im Ausschuss für
Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt. |
Im Zeitraum zwischen 1992 und 2010 wurden insgesamt 355.180,83 Euro in das Freibad investiert. Hinzu kommen jährlich ca. 20.000 Euro für Wartungs- und Reparaturleistungen im Rahmen der allgemeinen Bewirtschaftungskosten. "Kaum eine andere städtische Einrichtung kommt auf solche Zahlen.", betonte Herr Stahl (Bildmitte) die bisherigen Bemühungen der Stadt, das Freibad zu erhalten. Zum einen wertete er den Wasserverbrauch aus. Im Jahr 2010 mussten im Freibad Elsthal 13.358 kbm Frischwasser zugegeben werden. Das sind 910 Liter pro Besucher. In der Fläming-Therme dagegen müssen nur 77 Liter pro Badegast zugegeben werden. Gründe für den vermehrten Wasserbedarf sind neben Verdunstung und Wasserverschleppung durch Badegäste auch, dass die Überlaufrinne nicht in den Wasserkreislauf eingebunden ist. Deswegen geht durch Wasserverdrängung viel verloren. Außerdem hat der Nichtschwimmerbereich keine Folienabdichtung und das Planschbecken ist nicht in den Rücklauf eingebunden. Im Rahmen der Bestandsuntersuchung wurde außerdem das Rohrsystem mit einer Kamerabefahrung und Druckprobe untersucht. Alle Rohre sind in Ordnung. Dennoch stehen in diesem Jahr zusätzlich 25.000 Euro für die Sanierung von Teilen der Beckenschrägen auf dem Plan. In den kommenden Jahren soll der Rissbildung im Beckenkopf durch den Einbau von Dehnungsfugen entgegengewirkt werden. Dafür sind Kosten von etwa 30.000 Euro zu erwarten. |
Um das Freibad jedoch an aktuelle Standards anzupassen, wären noch viel
größere Investitionen nötig. Dazu müssten ein
Schwallwasserbehälter und ein Schlammwasserbehälter installiert
werden, von denen jeder 110.000 Euro kosten würde, wobei die Erdarbeiten
noch nicht mit einberechnet sind. Zusätzlich würden 30.000 Euro
für einen Abwasseranschluss und 9.000 Euro Abwassergebühren pro
Jahr auf die Stadt zukommen. Noch unklar sind die Kosten für den Umbau
des Sanitärbereichs, für die Herstellung von Barrierefreiheit und
eventuell zusätzliche Stellplätze. Um die Wasserhydraulik zu
verbessern, müsste das Becken vollständig neu aufgebaut werden
und es würden Kosten in Millionenhöhe entstehen. |
Projektstudie
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![]() Plan von 1925 ![]() Freibad Elsthal Variante, Naturbad ![]() Schema der Aufbereitung des Wassers Download (PDF 43,2 KB) ![]() Naturbadeteich ![]() Freibad Elsthal Variante, Edelstahlbecken ![]() Schema der Aufbereitung des Wassers Download (PDF 148 KB) ![]() Edelstahlbecken |
| Stadt Luckenwalde | aktualisiert: 03.05.2011 |