Klimawandel und Energiepolitik
Neben dem demografischen Wandel stellt der der Klimawandel eine neue Herausforderung für die Stadtplanung und Stadtentwicklung dar. Die Stadt Luckenwalde muss
- sich den Folgen des bereits unvermeidlich gewordenen Klimawandels stellen und
- ihren Beitrag dazu leisten, dass der Klimawandel auf das unvermeidliche Maß begrenzt bleibt.
Dabei gilt es Risiken zu vermeiden und Chancen zu nutzen.
Risiken
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Chancen
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- Steigende Energiepreise behindern die wirtschaftliche Entwicklung und treiben die Sozialausgaben der Kommunen.
- Steigende Energiepreise behindern die Stadtentwicklung bzw. den Stadtumbauprozess, weil Altbauquartiere nur mit hohem Aufwand energetisch ertüchtigt werden können. Menschen werden in Zukunft da wohnen, wo sie die Modernisierungs- oder Energiekosten noch bestreiten können.
- Die Klimaerwärmung stellt Feuerwehr und Rettungsdienste bei Extremereignissen vor neue Herausforderungen (hier: die aktuellen Wetterwarnungen des DWD).
- Zunehmende Trockenheit, vermehrte Starkregen und Stürme verschlechtern das Stadtklima, erfordern die Anpassung der Infrastruktur und erhöhen den Aufwand bei Anlage und Pflege des öffentlichen Grüns.
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- Die Umstellung auf dezentrale regenerative Energieversorgung belebt Handwerk und Wirtschaft. Die Branche der erneuerbaren Energien hat in Luckenwalde bereits Hunderte Arbeitsplätze geschaffen.
- Durch Kooperation mit dem Umland werden neue lokale und regionale Wertschöpfungsketten geschaffen.
- Energieerzeugung vor Ort stabilisiert langfristig die Energiepreise, in dem sie mehr Unabhängigkeit von der Marktmacht internationaler und nationaler Anbieter schafft.
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| Die Aufzählung ist keineswegs abschließend. |
Aufgaben und ...
Die Stadt muss mit Ihren Partnern
- Nachbargemeinden,
- Städtische Betriebswerke Luckenwalde (SBL), Nuthe Wasser und Abwasser GmbH (NUWAB),
- örtliche und regionale Wirtschaftsunternehmen, Handwerkerschaft, IHK,
- Wohnungsbauunternehmen,
- Behörden, Versorger etc. (die Reihenfolge der Aufzählung ist keine Prioritätensetzung)
ein Klimaschutz- und Energiekonzept erarbeiten. Dies wird Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) sein und mit diesem weiterentwickelt werden.
... erste sichtbare Ansätze
In der Wirtschaft gab es bereits in den letzten Jahren erfreuliche Entwicklungen. Es haben sich ein Solarzellenhersteller und ein Hersteller moderner Energiewandler und -speichersysteme angesiedelt. Ein Solarkraftwerkserrichter, der in Luckenwalde eine Niederlassung eingerichtet und viele Arbeitsplätze geschaffen hat, errichtet für den Südbrandenburgischen Abfallzweckverband (SBAZV) auf der geschlossenen Luckenwalder Mülldeponie ein Solarkraftwerk und plant gemeinsam mit der NUWAB ein weiteres auf den ehemaligen Rieselfeldern ( ->Solarkraftwerke). Der SBAZV gewinnt seit Jahren Deponiegas und nutzt es in einem Blockheizkraftwerk. Eine industrielle Biogasanlage befindet sich im Bebauungsplanverfahren.
Die Stadt Luckenwalde ist im Rahmen der Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming (Projekt MORO) und als Mitglied des Städtekranzes (Projekt BRANEK) an Pilotprojekten zur energetischen Stadterneuerung beteiligt und saniert mit einer Förderung des Bundes die Kita Burg energetisch.
| Stadt Luckenwalde |
aktualisiert: 09.08.2011 |

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